Seltsame Gewächse

Seltsame Gewächse

Manchmal nehmen gewöhnliche Pflanzen in der Detailbetrachtung außergewöhnliche Gestalt an. Im Garten wuchs im Mai 2013 Folgendes (Auflösung unten):

Zwiebel

Zwiebel

 

Auflösung: Ganz einfach, und jeder Hobbygärtner sieht’s sofort: Bei diesen Gewächsen handelt es sich um ‚Schlotten‘ – oder auch Winterzwiebeln, also das frische Grün der im Herbst gesteckten Zwiebeln, die jetzt erntereif sind. Eigentlich nichts außergewöhnliches, aber die Wuchsform macht’s …

 

Falafel & Hummus

Falafel & Hummus

Falafel

Heute wird es arabisch: Falafel – knusprige Bällchen aus Kichererbsen – und Hummus – ein nussig-cremiges Püree aus Kichererbsen und Sesampaste – sind Klassiker der orientalischen Küche. Kichererbsen sind also Grundbestandteil beider Rezepte. Es gibt sie verarbeitungsfertig in Dosen oder getrocknet zu kaufen. Getrocknete Kichererbsen (zu sehen auf dem Bild ganz oben) müssen zunächst über Nacht (mind. 12 Stunden) in etwa der dreifachen Menge Wasser eingeweicht werden. Für fast alle Gerichte werden sie anschließend je nach Rezept ca. 30 Minuten bis 1 Stunde in frischem Wasser (oder dem Einweichwasser) ohne Salz weich gekocht. Nach dem Abspülen mit sehr kalten Wasser müssen dann noch die weißen Häutchen so gut wie möglich entfernt werden. Nur für Falafel können die eingeweichten und abgespülten Kichererbsen direkt weiter verarbeitet werden. Dosenprodukte sind dafür kaum geeignet.

Nach dem Einweichen haben die Kichererbsen ihr Volumen beinahe verdoppelt:

Kichererbsen

Für Hummus kann man dagegen die fertigen Kichererbsen aus der Dose gut verwenden – so spart man sich das Kochen und Entfernen der Schalen. Die in diesem Rezept verwendete Sesampaste (Tahina) gibt es in den Feinkostabteilungen der Supermärkte, im Bioladen und im Asialaden. Sie sorgt für die nussige Note im Hummus. Für Hummus gibt es zahlreiche Rezeptvarianten. Die Grundzutaten – Kichererbsen, Tahina und Zitrone – sind aber immer gleich. Manchmal wird statt Olivenöl Eiswasser oder auch das Kochwasser der Kichererbsen verwendet, einige Rezepte kommen ohne weitere Gewürze aus, andere verwenden Kreuzkümmel sowie Paprika. Eine Prise Kreuzkümmel passt ganz gut, ansonsten kommt nur noch Knoblauch und wenig Salz an mein Hummus. Die Konsistenz ist ebenfalls eine Frage der persönlichen Vorlieben. Typischerweise werden die Zutaten zu einer sehr feinen und eher dickflüssigen Creme verarbeitet. Ich mag das Hummus aber gerne auch etwas pastöser, und einige Stückchen der Kichererbsen dürfen auch noch drin sein. Einfach ausprobieren …

Hummus - Kichererbsen und Tahina

Dazu passt arabisches Pita- oder Fladenbrot (vom arabischen Bäcker oder aus dem türkischen Lebensmittelhandel) und entweder Taboulé (Petersilien-Bulgur-Salat, Rezept über den Link) oder Fattoush (arabischer Brotsalat, Rezept folgt).

Zutaten:

Hummus:

  • 250 g Kichererbsen aus der Dose (Abtropfgewicht)
  • 4 EL Tahina (Sesampaste)
  • 4 EL Olivenöl
  • Saft einer Zitrone
  • eine Knoblauchzehe (fein gehackt oder gepresst)
  • eine Messerspitze Zitronensäure
  • eine Messerspitze Natron
  • eine Prise Salz
  • optional: 1 Messerspitze Kumin (Kreuzkümmel, gemahlen)
  • zum Anrichten etwas Olivenöl und Cayennepfeffer

Falafel:

  • 250 g getrocknete Kichererbsen (über Nacht in 750 ml Wasser eingeweicht)
  • 50 g Frühlingszwiebeln (nur der grüne Teil)
  • 50 g glatte Petersilie, gehackt
  • 1/2 TL Koriandersaat (gemahlen)
  • 1/2 TL Backpulver
  • Salz

Petersilie & Lauch

Zubereitung:

1 Für den Hummus die Kichererbsen aus der Dose in ein Sieb geben und so lange unter kaltem Wasser abspülen bis kein Schaum mehr entsteht. Zusammen mit den weiteren Zutaten im Mixer zu einer feinen Paste verarbeiten, ggf. weiteres Olivenöl zugeben. Mit Tahina, etwas Kreuzkümmel und ggf. wenig Salz abschmecken. Hummus kann gut vorbereitet werden. Die fertige Paste mit Frischhaltefolie abdecken und im Kühlschrank bis zur Verwendung aufbewahren. Dann nochmals durchrühren, mit einem Löffel eine Vertiefung in die Mitte drücken, etwas Olivenöl hineingeben und mit Cayennepfeffer bestreuen.

Hummus

2 Für die Falafel werden die eingeweichten, gut abgespülten und abgetropften Kichererbsen zusammen mit Petersilie und Frühlingszwiebel sowie den Gewürzen im Mixer zu einem Teig verarbeitet. Erst kurz vor dem Ausbacken das Backpulver unterrühren.

Falafel

3 Aus dem Falafel-Teig kleine Bällchen formen, flach drücken und in reichlich heißem Öl ausbacken. Kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen. Noch warm mit Hummus, Pitabrot und Salat servieren.

Falafel

Falafel

Mit einem Brotsalat (Fattoush) und Auberginenpüree (Baba Ghanoush) wird eine komplette arabische Mahlzeit daraus:

Fattoush

Baba Ghanoush

Die Rezepte hierfür folgen bei Gelegenheit …

 

Spargel-Risotto

Spargel-Risotto

Spargelrisotto

Spargel ist ja ein sehr vielfältiges Gemüse. Er schmeckt gekocht, gebraten, als Ragout oder Suppe, auf Pizza und mit Pasta und auch als Salat. Was fehlt jetzt noch? Reis! Rezept No. 4 für die Saison 2013 ist deshalb ein cremiger Risotto mit weißen und grünen Spargelstückchen. Weil ein Teil des Spargels mit etwas Sahne püriert und unter den Reis gehoben wird, ist dieses Risotto deutlich cremiger als andere und kann leicht zu flüssig werden. Die Menge an Fond muss daher gegenüber dem Grundrezept verringert werden.

Spargel_Weiß_Grün

Zutaten für 4 Personen:

  • je ca. 250 Gramm weißer und grüner Spargel
  • 2 Tassen Risotto-Reis (ca. 200 g)
  • 2 kleine Schalotten
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 EL Butter
  • ca. 50 Gramm frisch geriebener Parmesan
  • ca. 500 ml guter Fond (nach Belieben Rinderfond, Gemüsefond oder Spargelfond)
  • 100 bis 150 ml Sahne
  • 1 Glas trockener (italienischer) Weißwein
  • frisches Basilikum
  • frisch gemahlener weißer Pfeffer

Spargelrisotto

Zubereitung:

1 Den weißen Spargel schälen, vom grünen Spargel nur die holzigen Enden abbrechen, in mundgerechte Stücke schneiden. In wenig Salzwasser (mit einer Prise Zucker) nur wenige Minuten bissfest garen. Sofort herausnehmen, kalt abspülen oder in Eiswasser legen und gut abtropfen lassen. Etwa die Hälfte vom Spargel (weiß und grün) mit der Sahne pürieren bis eine cremige Masse entsteht.

Spargelrisotto

2 Risotto nach Grundrezept zubereiten. Kurz vorm Ende der Garzeit zusammen mit dem letzten Fond die Spargelstücke und die pürierte Spargel-Sahne-Mischung unterheben und die letzten Minuten mit erhitzen. Vor dem Servieren 2/3 des geriebenen Parmesans sowie in Streifen geschnittenes Basilikum unterheben. Sofort heiß servieren. Bei Tisch nach Geschmack mit Parmesan bestreuen, mit frisch gemahlenem Pfeffer würzen und eventuell mit frischen Basilikumblättern garnieren. Aufgrund der hellen Farbe dieses Gerichts sollte man weißen Pfeffer verwenden.

Spargelrisotto

Spargelrisotto

Weitere Spargelrezepte:

 
Dieses Rezept nimmt am Küchenplausch Spargel Event 2013 teil:

Spargel Rezepte
 

Spargel-Pizza

Spargel-Pizza

Spargelpizza

Es ist vollbracht! Nach mehreren vergeblichen Anläufen war endlich ein mal Gelegenheit für die lang ersehnte Spargel-Pizza. Hat sich das Warten gelohnt? Es hat. Ich liebe Pizza, und ich liebe Spargel – was also liegt näher, beides zu kombinieren. Zumal dies ist eine Kombination ist, die es beim Italiener um die Ecke eher selten gibt. Als weiße Pizza mit Sauce Hollandaise statt Tomatensoße ist diese Pizza eine echte Köstlichkeit. Apropos Hollandaise: die kann man natürlich selber machen. Da aber der Pizzateig schon nicht wenig Arbeit kostet, ist hier auch eine fertige aus dem Karton (z. B. von Thomy) erlaubt. Ausnahmsweise! Tüten-Hollandaise dagegen schmeckt nicht – davon sollte man die Finger lassen.

Zutaten für 4 große Pizzen:

für den Pizzateig nach Grundrezept

  • 1 bis 2 g frische Hefe
  • 525 g Mehl
  • 5 g Salz
  • ca. 300 ml kaltes Wasser

für den Belag

  • 8 bis 10 Stangen weißer Spargel, nicht zu dick
  • 2 Eier
  • 1 Tasse frische oder TK-Erbsen
  • frisches Basilikum (ganze Blätter)
  • Pizzakäse aus Mozzarella (gerieben)
  • 1 Packung Sauce Hollandaise
  • frischer Pfeffer aus der Mühle

Spargel

Zubereitung:

1 Pizza-Teig nach Grundrezept zubereiten. Spargel schälen, die holzigen Enden abbrechen. Spargelstangen schräg in ca. 5 cm lange Stücke schneiden und in kochendem Salzwasser mit einer Prise Zucker in etwa 5 bis 6 Minuten (je nach Dicke) bissfest garen. Nicht weich werden lassen! Abgießen und in Eiswasser abschrecken, gut abtropfen lassen. Erbsen 2 bis 3 Minuten in sprudelnd kochendem Salzwasser blanchieren, abgießen und ebenfalls in Eiswasser abschrecken,gut abtropfen lassen. Eier hart kochen, abkühlen lassen, schälen und in Scheiben schneiden. So weit die Vorbereitung …

2 Pizzaböden nach Grundrezept vorbereiten und wie folgt belegen: Boden mit 2 bis 3 EL Hollandaise bestreichen. Käse darüber verteilen. Nun mit Spargelabschnitten, Eierscheiben und Erbsen nach Wunsch belegen. Zum Schluss noch etwas Käse darüber. Auf dem Pizzastein in ca. 5 Minuten knusprig backen. Vor dem Servieren noch mit Basilikumblättern garnieren und mit frischem Pfeffer würzen.

 

Erdbeer-Sorbet mit Limette & Minze

Erdbeer-Sorbet mit Limette & Minze

Erdbeersorbet mit Limette und Minze

Irgendwie war mir heute nach Erdbeereis und Minze. Also gab’s eine spontane Kreation aus der Eismaschine: Ein cremiges Sorbet aus frischen Erdbeeren, verfeinert mit Limette und frischer Minze. Rundum gelungen. Ich mag’s eher fruchtig und weniger süß. Deshalb verwende ich deutlich weniger Zucker als vergleichbare Grundrezepte für Fruchtsorbets. Die Basis für solche Fruchtsorbets ist ein Läuterzucker (siehe unten). Darauf aufbauend sind viele Sorbetvariationen möglich: Mango, Aprikose, Pfirsich, Himbeere sind nur einige – und eben Erdbeere. Als interessante Variante zur Kombination mit Limette und Minze kann man das Erdbeerfruchtpüree auch mit Orangenlikör aromatisieren (Angel d‘ Or aus Mallorca).

Wichtig: Die Eismaschine … ich nutze eine GAGGIA Gelatiera mit Kompressor. Es geht natürlich auch eine Maschine mit Kälteakku.

Gaggia Gelatiera

Zutaten (Grundmenge, nach Belieben anpassen):

  • 500 g frische, reife Erdbeeren
  • 1 Limette (unbehandelt, Bio)
  • 180 g Puderzucker oder Dextrose
  • 4 bis 5 Blätter frische Minze
  • 160 ml Wasser

Erdbeersorbet Zutaten

Zubereitung:

1 Puderzucker mit dem Wasser verrühren und bei geringer Wärmezufuhr so lange erhitzen, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat. Dabei häufig rühren. Die Zuckerlösung ist anfangs weißlich trüb und sollte am Ende ganz klar sein. Nicht länger kochen. Nun hat man einen sogenannten Läuterzucker – die Basis für viele Sorbets. Einfach mit pürierten Früchten verrühren, ggf. aromatisieren und fertig. Zunächst aber den Läuterzucker komplett auskühlen lassen. Die hier angegebenen Mengen ergeben etwa einen Viertelliter Läuterzucker.

Läuterzucker nach dem Ansetzen (trüb):

Läuterzucker

Fertiger Läuterzucker (wieder klar):

Läuterzucker

2 Erdbeeren waschen, vom Strunk befreien und mit dem Stabmixer sehr fein pürieren. Wer’s perfekt haben will, entfernt die kleinen Samen indem die Mischung noch durch ein Haarsieb gestrichen wird. Bei Erdbeeren nicht unbedingt notwendig, bei anderen Früchten (Himbeeren, Mango) aber unentbehrlich. Das Fruchtpüree mit dem ausgekühlten Läuterzucker, dem Abrieb der Limettenschale und dem Saft einer halben Limette gut verrühren. In feine Streifen geschnittene bzw. fein gehackte Minze untermischen. Die Mischung in der Eismaschine gefrieren lassen. Dauert in einer Haushaltsmaschine mit Kompressor ca. 30 bis 40 Minuten.

Die Sorbetmischung direkt nach dem Einfüllen in die Eismaschine:

Erdbeersorbet mit Limette und Minze

Nach ca. 15 bis 20 Minuten:

Erdbeersorbet mit Limette und Minze

Und nach 35 bis 40 Minuten (richtige Konsistenz erreicht):

Erdbeersorbet mit Limette und Minze

So sieht das Endergebnis aus. Lecker!

Erdbeersorbet mit Limette und Minze

 

 

 

Blitzschneller Fruchtkuchen

Blitzschneller Fruchtkuchen

Kirschkuchen

Mal wieder ein Sonntag- oder Feiertagsnachmittag und keine Idee, was man backen könnte? Oder ist die Zeit zu knapp, um bis zum (unerwarteten) Besuch noch etwas Leckeres zaubern zu können? Wir haben heute ein Rezept für einen blitzschnell zubereiteten Rührteigkuchen mit Früchten, der in 60 Minuten auf dem Tisch steht. Hier mit Kirschen, aber genau so gut schmeckt er mit Aprikosen, Rhabarber, Stachelbeeren, …

Zutaten:

  • 125 g Butter
  • 100 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 2 Eier
  • 175 g Mehl
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • beliebige Früchte, frisch oder aus dem Glas, z. B. 1 Glas Sauerkirchen oder Stachelbeeren, Aprikosen, Apfelstückchen …
  • Mandelblättchen, etwas Zucker und Butter

So schnell geht das:

1 Butter, Zucker und Vanillezucker schaumig rühren. 2 Eier nach und nach unterschlagen. Zum Schluss Mehl und Backpulver gut unterrühren. Früchte aus dem Glas (z. B. Sauerkirschen) gut abtropfen lassen.

2 Eine runde Kuchenform (Springform) fetten, mehlen, Teig einfüllen. Früchte darauf verteilen und leicht eindrücken. Mandelblättchen und Zucker darüber verteilen, Butterflöckchen drauf setzen. Im vorgeheizten Ofen bei 150 Grad Umluft etwa 50 Minuten backen.

Jetzt kommt der schwerste Teil: Abkühlen lassen vor dem Essen. Das gelingt uns in den seltensten Fällen … zum Glück schmeckt er lauwarm noch besser!

 

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