Dinkelnudel-Salat im Asia-Stil

Dinkelnudel-Salat im Asia-Stil

Dinkelnudelsalat mit Erbsen, Ingwer und Chili

Endlich ist es vollbracht: Nach mehreren vergeblichen Anläufen in letzter Zeit war heute endlich Gelegenheit für den Dinkelnudelsalat im asiatischen Stil. Dieser ungewöhnliche Salat kommt als leichte Mahlzeit ganz ohne Majonäse & Co. aus. Er ist leicht und schnell zuzubereiten, schmeckt auch noch nach einigen Stunden im Kühlschrank und eignet sich daher auch prima für’s Partybuffet. Ingwer, Sojasauce und Chili sorgen für einen asiatischen Touch, der sich mit den kernigen Dinkelnudeln und den jungen Erbsen optimal ergänzt. Vorsicht mit der Chilischote, der Geschmack soll durch die leichte Schärfe ergänzt, nicht aber zunichte gemacht werden.

Zutaten für ca. 4 Portionen:

  • 350 g Dinkelnudeln (Spirelli, kleine Rigatoni oder Pipe Rigate in Bio-Qualität)
  • 1 bis 2  Tassen junge TK-Erbsen
  • 2 cm ganz frischer Ingwer
  • 2 bis 3 EL Distelöl
  • 1 bis 2 EL Balsamico Bianco
  • 2  Frühlingszwiebeln
  • 1 bis 2 EL Sojasauce
  • 1 kleine frische Chilischote
  • eine Prise Salz
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • 2 TL brauner Zucker

Alle Mengen können nach Belieben angepasst werden.

Dinkelnudelsalat mit Erbsen, Ingwer und Chili

Zubereitung:

1 Dinkelnudeln nach Packungsanleitung al dente garen, abgießen und abtropfen lassen. Erbsen in sprudelnd kochendem Salzwasser 3 Minuten blanchieren, abgießen und sofort in Eiswasser abschrecken, damit sie ihre schöne grüne Farbe behalten. Ingwer fein hacken, Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden und die Chilischote ebenfalls in sehr feine Ringe schneiden.

Dinkelnudelsalat mit Erbsen, Ingwer und Chili

2 Aus Distelöl, hellem Balsamico, Sojasauce, Salz, Pfeffer, Zucker, Chili und Ingwer ein Dressing anrühren. Dieses mit den abgekühlten Dinkelnudeln und den Erbsen vermischen und alles mit Salz, Pfeffer und eventuell Sojasauce abschmecken. Schon fertig. Schmeckt solo als vegetarische Mahlzeit oder z. B. als Beilage zu asiatisch gewürztem Rindfleisch oder einem Thunfischsteak in Teriyaki-Marinade.

Dinkelnudelsalat mit Erbsen, Ingwer und Chili

 



Warum die Dinkelnudeln weiter warten müssen

Warum die Dinkelnudeln weiter warten müssen

Dinkelnudeln

Eigentlich versuche ich seit mehr als einer Woche eines der älteren Rezepte aus dem Blog mal wieder zu kochen, weil es etwas in Vergessenheit geraten, aber sehr lecker ist. Eigentlich. Tatsächlich kommt immer was dazwischen. Mal der Mangel an Zeit, mal die fehlende Lust und dann … ja dann fehlen Zutaten. Eigentlich hätte nämlich der Dinkelnudel-Salat mit Chili, Ingwer und Erbsen ganz hervorragend zum heutigen Laufprogramm gepasst. Aber wie das so ist … heute war dann jedenfalls kein Distelöl da. Und auch nichts, was als Alternative herhalten konnte. Also …

Nach kurzem Check der verfügbaren Zutaten und weil ich gerade erst drüber geschrieben habe, fiel die Entscheidung dann spontan auf den herrlichen Orangen-Couscous aus dem „New Arabian Cusine“ Kochbuch. Leicht abgewandelt und mit etwas Gemüse und Minzjoghurt. Das war so gut, dass ich das Rezept bei Gelegenheit noch mal in Ruhe zubereiten und dann auch aufschreiben werde. Bis dahin hier die Kurzfassung im Telegrammstil:

Orangen-Couscous „New Arabian Style“

Instant-Couscous nach Packungsanleitung aber mit frisch gepresstem Orangensaft statt Wasser/Brühe zubereiten. Nach dem Quellen mit etwas Maiskeimöl vermengen und mit Salz, Zimt, Kumin (Kreuzkümmel, gemahlen) und Honig würzen. In Ringe geschnittene Frühlingszwiebeln, Chili, Minzblätter und klein gewürfelte Tomaten drunter heben. Fertig. Passt zu Fleisch und Gemüse (z. B. Zucchini und Aubergine mit Ras El Hanout kurz in der Pfanne gebraten). Dazu gibt’s Naturjoghurt vermengt mit frischer Minze und grüner Gurke.

 

Dubai – New Arabian Cusine

Dubai – New Arabian Cusine

New Arabian Cusine

Es wird mal wieder  Zeit für eine neue Buchempfehlung. Diesmal geht’s kulinarisch nach Arabien. „Dubai New Arabian Cusine“ entführt in die Welt der gehobenen arabischen Küche, wie sie die Küchenchefs der angesagten Hotels und Restaurants Dubais in Perfektion zubereiten. Dies ist definitiv kein Kochbuch der traditionellen arabischen Küche! Die großzügig und farbenprächtig bebilderten Rezepte könnte man am ehesten der Rubrik „Fusionsküche“ zuordnen, was z. B. eine Panna Cotta mit Kamelmilch deutlich macht. Andere sind moderne Interpretationen traditioneller arabischer Gerichte. Aber auch wenn einiger der aufgeführten Zutaten hier kaum zu bekommen sein dürften: Das Buch lädt zum Stöbern ein, zahlreiche Rezepte sind auch mit europäischen Zutaten oder leicht abgewandelt problemlos nachkochbar. Probiertipp: Orangen-Couscous mit Gemüse – auch ohne Kalmar oder als Beilage zu Fleischgerichten sehr lecker. Und für Fans der arabischen Halbinsel – wie mich – ist schon das Schwelgen in den opulenten Darstellungen ein Genuss.

New Arabian Cusine

Von Lutz Jäkel.

  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: Umschau Buchverlag; Auflage: 1 (18. September 2006)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 3865282806
  • ISBN-13: 978-3865282804

Die aktuelle Ausgabe kann bei Amazon hier bestellt werden: Dubai – New Arabian Cuisine

 

Rotes Pesto (Pesto Rosso)

Rotes Pesto (Pesto Rosso)

Rotes Pesto mit getrockneten Tomaten und Mandeln

Immer nur grün ist langweilig. Unser Lieblingspesto ist rot. Getrocknete Tomaten statt Basilikum, Mandeln statt Pinienkernen. Die Konsistenz ist variabel, wodurch sich verschiedene Anwendungsmöglichkeiten ergeben. Schmeckt warm als Sauce zu Fleisch (am besten zu einem Schweinefilet im Ganzen nur kurz rundum scharf angebraten, dann mit Rosmarin, Knoblauch, Olivenöl und Meersalz 40 bis 50 Minuten bei 100 Grad im Ofen ziehen lassen) oder Hähnchenbrust – dann mit etwas mehr Fond dünner aufmixen. Oder als Pesto zu Nudeln und Gnocchi. Oder sogar kalt und etwas dicker zubereitet (nur einen Schuss Fond an die Tomatenmischung) als Aufstrich für Sandwiches oder Basis für Salatsoßen. Hält sich im Schraubglas im Kühlschrank eine Woche. Dieses Rezept habe ich vor Jahren in einem Kochbuch von Alfons Schuhbeck entdeckt, aber über die Zeit noch etwas angepasst. Ich verwende eine deutlich größere Menge an Tomaten, Mandeln und Parmesan, so wird es am besten. Hier das abgewandelte Rezept:

Zutaten:

  •  4 bis 5 getrocknete Tomaten (nicht in Öl eingelegt)
  • 1 Knoblauchzehe
  • Parmesan, gerieben, ca. 5-6 EL
  • gemahlene weiße Mandeln, ca. 5-6 EL
  • 100 ml Olivenöl
  • 1 TL Zucker
  • 1 Prise Cayennepfeffer
  • etwas Salz und Pfeffer
  • 100 ml Gemüsebrühe (ausnahmsweise geht hier auch Instant)
  • 1 Bio-Zitrone
  • 3 Wacholderbeeren
  • 1 Rosmarinzweig
  • 1 EL Kapernsud
  • 1 EL Kapern

Rotes Pesto mit getrockneten Tomaten und Mandeln

Zubereitung:

1 Tomaten in 300-400 ml Wasser mit einem Schuss Essig 30 Minuten knapp unter dem Siedepunkt ziehen lassen, dann abgießen, gut ausdrücken und grob zerkleinern. Knoblauch in feine Scheiben schneiden, in 1 El Olivenöl hellgelb anbraten. Mandeln ohne Fett hellbraun anrösten. Tomaten, Knoblauch, Mandeln und geriebenen Parmesan mit Zucker, Cayennepfeffer und 100 ml Olivenöl mit einem Stabmixer pürieren. Mit wenig Salz und Pfeffer würzen.

Rotes Pesto mit getrockneten Tomaten und Mandeln

Rotes Pesto mit getrockneten Tomaten und Mandeln

2 Gemüsebrühe erhitzen, von der Zitronenschale zwei bis drei große Streifen abziehen, zusammen mit Wacholderbeeren, Rosmarinzweig und Kapernsud einige Minuten ziehen lassen. Gewürze aus dem Fond nehmen, heißen Fond nach und nach an die noch warme Tomatenmischung geben und gut verrühren, ggf. nochmals kurz mit dem Stabmixer aufmixen, wenn das Pesto eher zur Sauce werden soll (siehe unten). Zum Schluss Kapern zugeben, mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Sofort warm essen oder nach dem Abkühlen im Kühlschrank aufbewahren.

Rotes Pesto mit getrockneten Tomaten und Mandeln

 

Pizzateig – Grundrezept & Tipps

Pizzateig – Grundrezept & Tipps

Pizzarezept

Pizza aus dem eigenen Ofen gehört zu unseren Favoriten. Das Selbermachen ist zwar nicht ohne Aufwand, aber es lohnt sich auf jeden Fall. In langjähriger Übung habe ich einige Pizzateig-Rezepte ausprobiert und bin zurzeit bei zwei Varianten hängen geblieben: Nummer eins ist die schnellere Variante – eine Adaption des neapolitanischen „Originalrezepts“ aus „Culinaria Italia„. Nummer zwei ist die Luxus-Variante, die aber Hingabe und Zeit braucht. Wenn beides zur Verfügung steht, bekommt man auf diesem Weg eine Pizza, die es mit jeder vom Italiener locker aufnehmen kann, auch wenn wenn kein Holzofen zur Verfügung steht. Ein wenig Übung und das richtige Material gehören aber dazu. Da die einfachere und schnellere Variante vielfach in ähnlicher Form in diversen Kochbüchern zu finden ist, werde ich hier mal die Luxus-Version vorstellen.

Voraussetzungen:

1 Bevor es los geht: Das Mindeste an Ausstattung ist ein Ofen, der sich im Ober- und Unterhitze-Betrieb möglichst hoch aufheizen lässt. Unserer von Miele schafft 280°C, das ist voll okay, obwohl noch etwas mehr nicht schlecht wäre. Das schafft nur leider kaum ein Haushaltsofen. 250°C sollten aber auf jeden Fall drin sein, und damit kann man schon eine gute Pizza backen. Wichtig ist zudem langes Aufheizen – mindestens 30 Minuten. Und zwar mit Pizzastein – siehe Punkt 2.

Ofen vorgeheizt auf 280 Grad

2 Zum Zweiten ist ist ein Pizzastein durch nichts zu ersetzen. Pizzasteine für den Backofen sind im Küchenfachgeschäft oder im Internet preiswert erhältlich, z. B. beim Pizzasteinversand. Auch einige Hersteller von Öfen bieten diese als Zubehör an (z. B. Miele, das wird allerdings „etwas“ teurer). Warum Pizzastein? Eigentlich kann man Pizza nur im Holzbackofen auf Stein und bei Temperaturen von ca. 350-400°C optimal backen. Wie bereits erwähnt, ist bei den normalen Haushaltsbacköfen in der Regel schon bei 250°C Schluss, Miele schafft in den höherwertigen Modellen immerhin 280°C. Der gut vorgeheizte Stein sorgt für sofortige und gleichbleibende Hitze von unten und nimmt die Feuchtigkeit des Teigs auf, sodass die Pizza von innen bis außen knusprig backen kann – das geht zudem sehr schnell. In der Not könnte man zwar ein umgedrehtes Backblech verwenden, welches im Ofen lange aufgeheizt wird. Allerdings nimmt dieses natürlich keine Feuchtigkeit vom Pizzateig auf, so dass in der Folge meist die Pizza am Rand zwar knusprig wird, in der Mitte aber meist durchweicht oder gar nicht durchbäckt. Lässt man sie länger im Ofen, trocknet der Belag aus oder verbrennt. Die kleine Investition lohnt sich also auf jeden Fall, zumal zusammen mit dem Pizzastein auch ein hübscher Holzschieber geliefert wird, mit dem das Hinein- und Herausnehmen der Pizza sehr erleichtert wird.

3 Punkt 3 ist das richtige Mehl. Pizza gelingt am besten mit einem speziellen Pizzamehl der Kennzeichnung „Farina di Grano / Typ 00“. Erhältlich ist dieses in den meisten Feinkostabteilungen der Supermärkte oder natürlich im Internet bei den einschlägigen Versendern, z. B. bei Mondogusto. Die Besonderheit dieses Weizenmehls liegt im hohen Eiweißgehalt, welcher durch den hohen Glutenanteil dafür sorgt, dass ein stabiler Hefeteig gelingt.

Das war’s. Der Rest ist Wasser, Hefe, Salz … und etwas Ausdauer.

Pizzamehl Typ 00

Zutaten für 4 größere oder 5 bis 6 kleine Pizzen:

für den Teig:

  • 1 bis 2 g frische Hefe (siehe unten)
  • 525 g Mehl
  • 5 g Salz
  • ca. 300 ml kaltes Wasser

für den Belag:

  • 1 Dose stückige Tomaten
  • Oregano (frisch oder getrocknet)
  • Salz
  • Olivenöl
  • geriebener Pizzakäse (Mozzarella)

Zutaten und Zubereitung dieser etwas aufwändigeren Methode für Pizzateig orientieren sich am Rezept des New Yorker Pizzameisters neapolitanischer Abstammung: Roberto Caporuscio (Kesté Pizza & Vino); gelesen in: „Beef“ Nr. 1/2010. Allerdings habe ich dies etwas eingekürzt und auch die Zutaten leicht an die vereinfachte Herstellung angepasst. Nicht wundern: die extrem niedrige Menge an Hefe ist kein Tippfehler, sie wird durch die extrem lange Knet- und Ruhephase kompensiert. Das Ergebnis ist der perfekte Pizzateig. Noch ein Wort zum Zeitbedarf: insgesamt muss man ca. 7 Stunden einplanen. Keine Angst – das meiste sind Ruhezeiten. Wer also abends 19.00 Uhr eine Pizza in den Ofen schieben möchte, beginnt mit dem Teig etwa um 12.00 Uhr. Das Backen auf dem Pizzastein dauert übrigens nur wenige Minuten.

Und so geht’s:

1 Kaltes Wasser in eine große Teigschüssel geben, Hefe hinein krümeln. Nun mit der bloßen Hand so lange gleichmäßig und nicht zu schnell rühren, bis sich die Hefe vollständig gelöst hat. Dann noch ca. 5 Minuten weiter rühren. Das ist der „anstrengende“ Teil. Trotzdem keine Küchenmaschine verwenden, die rührt in der Regel zu schnell und außerdem fehlt die Handwärme. Durch die langsame, gleichmäßige Bewegung und die durch die Handwärme langsam steigende Temperatur bekommt die Hefe die idealen Starbedingungen für die Gärung. Allerdings ist das damit nichts für Frauen mit kalten Händen. Im Originalrezept rührt man 20 Minuten, was selbst mit viel Enthusiasmus sehr öde ist. Ich habe die Zeit erfolgreich auf insgesamt knapp 10 Minuten reduziert und im Gegenzug den Hefeanteil leicht erhöht ohne einen Unterschied im Teig feststellen zu können. Am Ende dieses Arbeitsschrittes hat man zunächst nicht mehr als etwas trübe Hefebrühe … und einen ersten Krampf im Handgelenk.

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2 Nun das Mehl zur Flüssigkeit geben und mit den Händen zu einem möglichst glatten Teig verkneten. Nach etwa 5 Minuten sollte es soweit sein, erst jetzt das Salz zugeben und gut einkneten. Wer Lust hat und den zweiten Krampf in den Händen nicht fürchtet, knetet nun mit den Händen gute 15 Minuten weiter. Alle anderen (mich eingeschlossen) nehmen eine vernünftige Küchenmaschine (KitchenAid) mit Knethaken und lassen den Teig möglichst langsam etwa 10 Minuten durchkneten. Zum Abschluss auf der Arbeitsfläche oder einem Holztisch noch kurz von Hand kneten. Dabei den Teig mit bemehlten Händen einigen Male flach drücken, hochheben, zusammenfalten und wieder flachdrücken. Der Teig sollte nicht am Tisch kleben bleiben und trotzdem weich und elastisch sein, dann ist die Konsistenz perfekt. Zum Schluss in eine Kugel formen, in die leicht mit Mehl ausgestäubte Schüssel zurücklegen und dort bei etwa 25 Grad luftdicht mit Frischhaltefolie verschlossen 1 Stunde ruhen lassen.

Pizzateig - Schritt 2

Pizzateig - Schritt 2

3 Nach der ersten Ruhephase ist der Teig kaum aufgegangen. Die geringe Menge Hefe benötigt natürlich wesentlich mehr Zeit für den Gärprozess. Diese bekommt sie in der zweiten Ruhephase, welche der Teig schon in Portionsgröße antritt. Dazu den Teigball aus der Schüssel auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben. Mit dem Teigschaber in die Portionen teilen. Die Grundmenge an Teig ergibt 4 größere oder bis zu 6 kleine Pizzen. Jede Portion in eine flache Kugel formen. Die Teigbälle werden dann am besten in eine sehr große Kunststoffbox mit Klickdeckel gesetzt, die vorher gut mit Mehl ausgestäubt wurde. Sehr gut eignen sich die transparenten Aufbewahrungsboxen. Alternativ in ein möglichst tiefes, bemehltes Backblech setzen und wieder luftdicht mit Folie verschließen. So ruhen die Teigbälle nun mindestens 5 Stunden bei Zimmertemperatur. Bis zu 8 oder sogar 10 Stunden können es sein, dabei gewinnt der Teig weiter an Qualität. Danach ist aber Schluss, länger gereifter Teig ist nicht mehr zu gebrauchen.

Pizzateig - Schritt 3

Portionierter Teig:

Pizzateig - Schritt 3

Nach dem Formen:

Pizzateig - Schritt 3

Nach ca. 5 Stunden:

Pizzateig nach dem 2. Gehen

4 Inzwischen die Pizzasauce vorbereiten. Dazu 1 Dose stückige Tomaten mit etwas Salz, 1 EL Olivenöl und etwas Oregano (nach Geschmack) gut verrühren. Das war’s schon. Die Sauce muss nicht sehr würzig sein, sonst übertönt sie den leckeren Belag der Pizza.

5 Ofen samt Pizzastein (oder Backblech) gut vorheizen auf maximale Temperatur bei Ober-/Unterhitze – mindestens 30 Minuten! Pizzabälle einzeln entnehmen, mit den Händen auf bemehlter Arbeitsfläche flach drücken und mit dem Nudelholz vorsichtig von innen nach außen auf ca. 3 mm Dicke ausrollen. Man kann auch nur die Hände nehmen. Der Pizzateig muss dabei keinesfalls perfekt rund werden, jede Form ist erlaubt. Darauf achten, dass genug Mehl unter dem Teig ist, damit er sich nachher gut von der Fläche abheben lässt.

Pizzateig vor dem Belegen

6 Belegen und Backen: Zuerst einige EL der Tomatensauce auf dem Pizzaboden verteilen, Rand frei lassen. Dann dünn mit Käse einstreuen. Richtig: Der Käse kommt unbedingt unter den weiteren Belag, oben drauf darf dann aber auch noch ein wenig. Jetzt nach Herzenslust belegen. Die einfachste Variante kommt mit Basilikumblättern, Tomatenscheiben und frischem Mozzarella in dünnen Scheiben aus. Pizza auf den bemehlten Teigschieber verfrachten und von dort auf den Pizzastein gleiten lassen. Die Backzeit beträgt je nach Größe, Dicke, Menge des Belags und Leistung des Ofens 3 bis 5 Minuten. In der Zwischenzeit kann schon die nächste Pizza vorbereitet werden. Auf einen normal großen Pizzastein passen aber auch gut zwei kleine oval geformte Pizzen nebeneinander. Die Pizza ist fertig, wenn der Teig in der Mitte Blasen schlägt, am Rand gebräunt und der Käse gut zerlaufen aber nicht braun ist, dann mit dem Teigschieber herausholen.

So … und hier nun noch eine leckere Variante für den Belag: Weil es ja LEIDER KEINEN SPARGEL GAB, hab ich mich kurzfristig für eine vegetarisch belegte Pizza mit gegrilltem Gemüse entschieden. Zucchini, Aubergine, Artischocke. Sehr lecker! So sieht das aus:

Gegrilltes Gemüse

Die Pizza mit Belag ist schon zum Anbeißen lecker …

Pizza mit Belag

Ab in den Ofen, natürlich auf den Pizzastein. Der muss übrigens so gut gebraucht aussehen. Nach mehrmaligen Gebrauch bilden sich zahlreiche eingebrannte Stelle von herunter gelaufenem Käse oder Tomatensoße und dem verbrannten Mehl. Erst damit wird der Stein so richtig gut. Bloß nicht abwaschen! Nach dem Auskühlen nur abbürsten. Fertig.

Pizza auf dem Stein

Bitte sehr: die knusprige Pizza direkt aus dem Ofen.

Pizza mit gegrilltem Gemüse

 

 

Mal wieder keine Spargelpizza

Mal wieder keine Spargelpizza

Schon im letzten Jahr hatten wir das geplant – und dann verpasst. Eine leckere selbst gemachte Pizza mit frischem Spargel. An diesem Wochenende sollte es nun soweit sein. Also heute auf in die Stadt und … große Enttäuschung. In ganz Leipzig am Samstag keine einzige Spargelstange zu finden. Nicht mal griechischer oder peruanischer kurz vorm Verfallsdatum, auch keine dürre grüne Stange … geschweige denn frischer deutscher. Nichts. Also irgendwie hatte ich mir die Überflussgesellschaft anders vorgestellt. Spaß beiseite – die Produktionsmengen in den umliegenden Spargelgebieten sind wohl zurzeit noch niedrig. Die Spargelbauern verkaufen viel ab Hof, die Händler in der Stadt bekommen dann kaum etwas ab. So jedenfalls die nette aber eben auch spargellose Dame in der Karstadt Feinkostabteilung. Etwa 4 weitere Märkte habe ich abgeklappert. Das wäre jedenfalls die teuerste Spargelpizza aller Zeiten geworden. Zum Glück habe ich im Karstadt wunderbare Artischocken und Auberginen entdeckt. Also gibt’s morgen Pizza mit gegrilltem Gemüse. Auch nicht schlecht. Und die Spargelpizza ist in Kürze fällig …

Artischocke

 

Robert Weil – Das Weinangebot Jahrgang 2012 ist da!

Robert Weil – Das Weinangebot Jahrgang 2012 ist da!

Gestern flatterte überraschend das 2012er Jahrgangsprospekt von Robert Weil aus Kiedrich ins Haus. Da muss ich doch wohl mal aus Versehen meine Adresse hinterlassen haben 😉 … Liest sich wieder sehr vielversprechend. Und auch meinen geliebten Riesling in der Literflasche hab ich auf Anhieb gefunden. Weiterhin zum fairen Preis von knapp 12 €. Nun muss nur noch die Ausfahrt nach Kiedrich/Rheingau geplant werden … wenn es nur nicht so weit wäre. Anlässe gibt es aber genug. Wen’s interessiert, hier die Termine für die diesjährigen großen Jahrgangsverkostungen (jeweils von 12.00 bis 18.00 Uhr):

  • Samstag, 31. August 2013
  • Samstag, 07. September 2013
  • Samstag, 14. September 2013
  • Samstag, 21. September 2013

Anmeldung erwünscht. Na – zu einem dieser Termine wird’s schon klappen. Und ansonsten liegt dem Weinangebot ja zufällig noch ein Bestellschein bei …

Robert Weil Rheingau Riesling Verschluss

 

Gebratener Spargel

Gebratener Spargel

 

Gebratener Spargel

Hier kommt unser Spargelrezepet Nr. 2 für die Saison 2013 – und damit gleich eine etwas andere, raffinierte Zubereitungsart. Weißer Spargel (oder auch grüner) wird nur in Olivenöl gebraten und dann mit einem schlichten Tomaten-Basilikum-Salat serviert. Dazu gibt es Baguettescheiben, die in einer Kräuter-Ei-Mischung ausgebacken werden – quasi ein herzhafter „Armer Ritter„. Dieses Gericht lässt sich prima mit weißem, grünem oder einer Mischung aus beiden Spargelsorten zubereiten.

Parmesanspäne

Zutaten für 4 Personen:

  • 800 bis 1.000 g weißer Spargel (oder halb-halb weißer und grüner)
  • 4 bis 5 große, feste Tomaten
  • 1 Bund frisches Basilikum
  • 1 kleiner Strauß Petersilie
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 rosé-farbene Schalotte
  • Baguettebrot (Menge nach Belieben)
  • ca. 2 Eier
  • Parmesan am Stück, frisch zu groben Spänen gehobelt
  • Olivenöl
  • Aceto Balsamico
  • Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • eine Prise Zucker
  • etwas Sprudelwasser oder Milch

Zubereitung:

1 Weißen Spargel schälen und die Endstücken abbrechen oder abschneiden. Grüner Spargel muss in der Regel nicht geschält werden, nur die holzigen Enden entfernen. Dicke Spargelstangen der Länge nach halbieren. Dies geht am besten mit einem großen, sehr scharfen Messer und beginnendend am Kopf der Spargelstangen. Dünne Stangen und handelsüblicher grüner Spargel müssen nicht halbiert werden. Orientierungswert: Bis zur Dicke eines eines Kleinfingers nicht halbieren.

Gebratener Spargel

2 Tomaten waschen, Steilansatz entfernen und in Achtel schneiden. Schalotte schälen, zunächst halbieren und dann die Hälften längs in feine Streifen schneiden. Basilikumblätter abzupfen, nicht klein schneiden. Alles in einer großen Schüssel vermengen, mit Salz und Pfeffer würzen und mit Olivenöl und Balsamessig nach Geschmack vermengen. Beiseite stellen und etwas ziehen lassen.

Tomaten-Basilikum-Salat

3 Baguette schräg in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Eier mit etwas Sprudelwasser oder auch etwas Milch, einem halben TL Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und gehackter Petersilie in einem tiefen Teller oder einer flachen Schüssel verquirlen. Baguettescheiben in der Eiermischung wenden und darin kurz ruhen lassen. Sie sollen gut von der Eiermischung durchzogen sein. Die Menge der Eiermischung muss ggf. an die Menge der Baguettescheiben angepasst werden. Ebenfalls beiseite stellen.

Gebratener Spargel

4 Reichlich Olivenöl in einer möglichst großen Pfanne (besser zwei) erhitzen. Knoblauchzehe mit einem breiten Messer andrücken und in die Pfanne geben. Spargelstangen ebenfalls in die Pfanne geben. Wird grüner und weißer Spargel verwendet, dürfen die grünen erst ca. 5  Minuten nach den weißen in die Pfanne. Bei mittlerer Hitze unter mehrmaligem Wenden braten bis die Spargelstangen leicht gebräunt aber noch al dente sind. Dies dauert je nach Dicke der Stangen und Menge in der Pfanne ca. 10 bis max. 15 Minuten. Erst zum Ende der Garzeit mit Salz und einer Prise Zucker würzen.

Gebratener Spargel

5 Parallel die Baguettescheiben in einer weiteren großen Pfanne in Olivenöl goldgelb backen. Tipp: Backofen auf ca. 120 Grad vorheizen. Fertig gebackene Brotscheiben im Ofen ruhen lassen. So bleiben sie warm und knusprig und man kann sie entspannt nacheinander in einer Pfanne braten. Zum Anrichten Spargelstangen mit etwas Tomatensalat auf einen großen Teller legen, Baguettescheiben dazu und alles großzügig mit Parmesanspänen und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer überstreuen.

Gebratener Spargel

Dazu passt ein frischer Weißwein, z. B. der Grüne Veltliner GrüVe 2012 von Jurtschitsch.

 
Dieses Rezept nimmt am Küchenplausch Spargel Event 2013 teil:

Spargel Rezepte
 

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