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Februar 2014 › Vogels Küche
Taleggio-Kartoffeln

Taleggio-Kartoffeln

Taleggio-Kartoffeln

mit Wintersalaten & Pilzen

Das Rezept

Heute machen wir die Beilage zum Hauptgericht: Kartoffeln sind der Star dieses absolut leckeren vegetarischen Gerichts. Dazu müssen sie aber ordentlich aufgepeppt werden. Das gelingt hervorragend mit einer Füllung aus Taleggio und Walnüssen, gratiniert mit Parmesan und gebettet auf winterliche Salate und gebratene Pilze. Taleggio ist ein norditalienischer Weichkäse mit geschützter Herkunftsbezeichnung. Er schmilzt gut und ist sehr aromatisch, daher kann er prima für warme Gerichte Verwendung finden. Mit den Nüssen in diesem Rezept harmoniert er hervorragend. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass er nicht schon zu weich und reif ist. Die Rinde ist dann von viel Schimmel überzogen und das Innere ist fließend weich. Halbfest schmeckt er milder und lässt sich schöner verarbeiten. Vor der Verarbeitung in diesem Rezept muss unbedingt die Rinde entfernt werden!

Taleggio-Kartoffeln

mit Wintersalaten und Pilzen

Zutaten

für 2 Personen

  • 2 große Kartoffeln (vorwiegend festkochend)
  • 100 g Taleggio-Käse
  • 50 g Walnüsse
  • 50 g Parmesan, frisch gerieben
  • Pilze, z. B. Kräutersaitlinge, Shitake, braune Champignons
  • Blattsalate, z. B. Ruccola, Mangold, Blattspinat, Feldsalat
  • 1 Schalotte
  • Olivenöl
  • Apfelessig
  • frischer Thymian
  • grobes Versalz
  • Chiliflocken (mild)
  • 1/2 TL Kümmel

Wenn du die Bring! Einkaufs-App nutzt, kannst du hier die Zutaten direkt in deine Einkaufsliste übernehmen. Das klappt übrigens am Smartphone oder Tablet genauso wie mit Bring! Web.

Zubereitung:

1. Ofen auf 200 Grad vorheizen. Eine ausreichend große Auflaufform mit aufheizen. Kartoffeln waschen und ungeschält mit grobem Meersalz und Kümmel bissfest garen. Kurz abkühlen lassen und pellen, dann der Länge nach halbieren. Mit einem Löffel oder Kugelausstecher vorsichtig aushöhlen. Das Kartoffelinnere zerdrücken. Vom Taleggio die Rinde abschneiden und den Käse würfeln. Walnüsse hacken. Taleggio, 2/3 der Nüsse und die Kartoffelmasse gut vermischen (mit einer Gabel oder einem Löffel zerdrücken), leicht salzen und pfeffern, dann in die ausgehöhlten Kartoffeln füllen. Restliche Nüsse mit dem geriebenen Parmesan vermischen und über die Kartoffeln streuen. Kartoffeln in die vorgeheizte und leicht geölte Auflaufform setzen und ca. 10 Minuten gratinieren.

2. Inzwischen Salat waschen, verlesen und auf die Teller verteilen. Pilze putzen und in dünne Scheiben schneiden, diese in Olivenöl von beiden Seiten kurz anbraten, leicht salzen und kurz abkühlen lassen. Für das Dressing eine sehr fein gehackte Schalotte in 3 EL Olivenöl bei niedriger Hitze anschwitzen, mit 1 bis 2 EL Apfelessig ablöschen, kurz aufkochen, von der Hitze nehmen und mit wenig Salz und Pfeffer würzen. Frische Thymianblättchen und eventuell etwas Chili zugeben. Die lauwarmen Pilze auf dem Salat anrichten, alles mit der noch leicht warmen Vinaigrette beträufeln. Die gratinierten Kartoffeln darauf setzen und sofort servieren.

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Perlhuhnbrust auf Kürbis-Chorizo-Risotto

Perlhuhnbrust auf Kürbis-Chorizo-Risotto

Perlhuhn_Risotto

Schluss mit vegetarisch – jetzt wird’s deftig! Nach einigen ziemlich gemüselastigen Gerichten in den letzten Wochen, kommt jetzt endlich mal wieder ordentlich Fleisch auf den Teller. Einerseits in Form einer sanft gebratenen Perlhuhnbrust, andererseits mit scharfer Chorizo im cremigen Kürbis-Risotto. Die spanische Paprikawurst passt bestens zum Kürbis, zudem gibt sie dem Risotto eine schöne Farbe. Folgende Variante mit ansonsten gleiche Zutaten könnte man auch mal probieren: die Choirzo kommt nicht ins Kürbis-Risotto sondern in hauchdünnen Scheiben aufgeschnitten vor dem Braten unter die Haut der Perlhuhnbrust, die dazu mit einem Löffelstiel von einer Seite aus vorsichtig gelöst werden muss.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 4 Perlhuhnbrüste mit Haut
  • 250 g Risottoreis
  • ca. 750 ml guter Geflügelfond
  • 1 Glas trockener Weißwein
  • 50 g Parmesan, frisch gerieben
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Schalotte
  • Olivenöl und Butter
  • 150 g Kürbis (Hokkaido)
  • 75 g Chorizo am Stück
  • etwas frischer Thymian, abgezupfte Blättchen
  • eventuell getrocknete Chiliflocken, mild

Kürbis

Zubereitung:

1 Die Vorbereitungen: Kürbis schälen, entkernen und würfeln (kleiner als 1 cm). Chorizo in der selben Größe würfeln. Schalotte und Knoblauch fein hacken. Die Perlhuhnbrüste waschen, gut trocknen und ebenfalls bereit halten – noch nicht würzen. Fond erhitzen und leise köcheln lassen.

2 In Orientierung am Grundrezept für Risotto bereiten wir nun einen cremigen Risotto zu: Zwiebel und Knoblauch in je 1 EL Öl und Butter hell anschwitzen, Reis dazu und 1 Minute unter beständigem Rühren mitschwitzen, mit Wein ablöschen und die ersten Kellen heißen Fond angießen, wenn der Wein fast komplett reduziert ist. Immer wieder rühren und heißen Fond nach und nach angießen, wie im Grundrezept beschrieben. Je nach Reissorte dauert dieser Vorgang insgesamt ca. 18 Minuten.

3 Parallel die Chorizowürfel mit einem kleinen Schuss Olivenöl kräftig anbraten. Sobald sich ausreichend Bratfett in der Pfanne gesammelt hat, nehmen wir davon einen EL ab und gießen diesen in eine zweite Pfanne, in welcher dann dir Hühnerbrüste angebraten werden. Kürbiswürfel zur Chorizo geben, wenn diese langsam zu bräunen beginnt. Zusammen noch wenige Minuten anbraten, dann – etwa zur Hälfte der Risottokochzeit – samt Bratfett zum Risotto geben.

Chorizo

4 Hühnerbrüste mit Salz und Thymian würzen und zuerst auf der Hautseite im Chorizofett anbraten, dann bei sanfter Hitze auf der anderen Seite fertig braten. Zum Schluss ggf. nochmals kurz bei starker Hitze die Haut bräunen. Wenn der Risotto die gewünschte Konsistenz erreicht hat, Thymianblättchen, Parmesan und eventuell 1 TL Butter unterheben und mit den aufgeschnittenen Perlhuhnbrüsten sofort servieren. Die Perlhuhnbrüste vorher mit grobem schwarzem Pfeffer und etwas Chili würzen. Risotto bei Tisch mit ein wenig Parmesan bestreuen. Fertig.

 

 

Lachs, Couscous & Ofengemüse

Lachs, Couscous & Ofengemüse

Lachs und Ofengemüse

Das gestrige Abendessen war in dieser Kombination ein echter Überraschungserfolg, obwohl anfänglich eher eine Verlegenheitsproduktion, kam es doch maßgeblich aus folgenden drei Gründen auf den Tisch:

  1. Couscous stand schon lange mal wieder auf dem Speiseplan.
  2. Fisch sollte es sein, nachdem der Anfang der Woche ziemlich vegetarisch verlaufen ist.
  3. Und letztlich gab es im Laufe der Woche bereits ein wunderbares Ofengemüse. Von den Grundzutaten war noch einiges vorrätig.

Das Ergebnis ist – Wer hätte das gedacht? – Lachs mit Couscous und Ofengemüse. Couscous verträgt sich ja mit vielem – auch mit gebratenem oder gegrilltem Fisch sehr gut. Und das Ofengemüse ist vielfältig kombinierbar zu Fisch und Fleisch (Steak!), aber auch solo ein Genuss. Fehlte noch ein verbindendes Element. Die Inspiration zu der Sauce stammt aus dem Gewinnergericht der Küchenschlacht (ZDF) vom 7. Februar. Dort gab es eine feine Reduktion aus Sesamöl, Sojasauce und Honig zur Entenbrust. Ich habe das für den Lachs in eine ähnliche Reduktion aus Orangensaft, Honig, Balsamico und Sesamöl abgewandelt. Das passte auf Anhieb! Sowohl der Lachs als auch der Couscous mögen die fruchtige Orangennote, Balsamico und Honig sorgen für die cremige Konsistenz und begleiten das Ofengemüse perfekt, und auch die nussige Note von Sesamöl ist in dieser Verbindung absolut überzeugend. Aus dem Verlegenheitsessen wird also vermutlich ein Dauerbrenner.

Zutaten:

(alle Mengen nur Orientierungswerte und nach Belieben anzupassen)

  • Lachfilet, ohne Haut, pro Person ca. 150 g
  • Couscous, natur, pro Person ca. 50 g
  • 1 bis 2 EL Butter
  • Ras el Hanout (Couscous-Gewürz)
  • verschiedene Gemüsesorten, sehr gut eigenen sich Kürbis (Hokkaido, Butternuss), Süßkartoffel, Karotte, rote Paprika, Zucchini, Rote Bete (frisch), Pastinake, …
  • 1 große rote Zwiebel
  • 1 bis 2 Knoblauchzehen
  • frischer Thymian (3 bis 4 Zweige)
  • Olivenöl
  • Meersalz, grob und schwarzer Pfeffer aus der Mühle

für die Balsamico-Orangen-Reduktion:

  • Saft einer Orange
  • 2 bis 3 El sehr guter (!) Balsamico die Modena (je älter und dickflüssiger, um so besser)
  • 1 EL Honig
  • 2 EL Sesamöl

Zubereitung:

1 Zuerst das Ofengemüse vorbereiten: Ofen auf 200 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Gemüse putzen und waschen (Karotte, Süßkartoffel, Pastinake und Rote Bete schälen, alles andere nur waschen, Hokkaido-Kürbis darf die Schale behalten). In gleichmäßige Streifen oder Spalten von 1 bis max. 1,5 cm Stärke und 6 bis 7 cm Länge schneiden. Rote Zwiebel in große Spalten schneiden. Knoblauch nur schälen und leicht mit einem Messerrücken anpressen. Gemüse in eine ausreichend große und eher flache Ofenform (oder auf ein Blech, siehe unten) geben, mit reichlich Olivenöl und grobem Meersalz vermengen. Thymianzweige dazwischen legen. Im Ofen ca. 40 Minuten backen, zwischendurch kein Wenden oder Rühren erforderlich. Erst kurz vor dem Servieren mit frischem Pfeffer würzen.

Ofengemüse

2 Für die Balsamico-Reduktion alle Zutaten mit etwas Salz in einer Sauteuse verrühren und etwa 10 Minuten vor Ende der Garzeit des Gemüses erwärmen und bei starker Hitze sirupartig einkochen lassen. Je nach Menge der Flüssigkeit dauert das etwa 5 bis max. 10 Minuten. Mit einem Schneebesen immer wieder aufrühren. Vorsicht: plötzlich ist dann alles weg …

3 Couscous in ein Sieb geben, abspülen und über Wasserdampf ca. 10 Minuten garen. Mit wenig Ras El Hanout und 1 bis 2 EL Butter vermischen und warm stellen. Genauere Hinweise zur Zubereitung von Couscous findet ihr im Grundrezept.

4 Lachs von Gräten und Haut befreien, in Medaillons oder Streifen schneiden. Erst kurz vor dem Braten leicht salzen. In wenig Olivenöl bei sanfter Hitze auf beiden Seiten goldbraun anbraten. Am besten nur einmal wenden und langsam durchziehen lassen, sodass der kern noch leicht glasig ist. Erst nach dem Braten pfeffern. Es ist ausreichend, mit der Zubereitung des Lachs erst ca. 5 Minuten vor Ende der Gemüsegarzeit zu beginnen. Im ausgeschalteten Ofen kann das Gemüse ohne Weiteres noch wenige Minuten ausharren. So ist die Zubereitung etwas entspannter.

5 Reduktion kurz vor dem Servieren nochmals erhitzen bis sie Blasen schlägt. Mit dem Schneebesen ausführen. Die Reduktion sollte jetzt dick wie Sirup sein. Couscous, Lachs und Steifen des Ofengemüses anrichten, mit der Reduktion beträufeln. Guten Appetit!

Lachs und Ofengemüse

Übrigens:

Das Ofengemüse schmeckt auch pur prima, dann z. B. ergänzt um Kartoffeln. Eine größere Menge lässt sich sehr schön direkt auf dem Backblech zubereiten. Wichtig ist, dass alle Stücke gut mit Olivenöl benetzt sind und möglichst nebeneinander auf dem Blech liegen, nicht zu hoch übereinander gestapelt. Dann garen sie gleichmäßiger. Dazu schmeckt ein Kräuter-Knoblauchquark. Auf dem Blech sieht das Ofengemüse übrigens so aus:

Ofengemüse_Blech

 

 

 

Türkisch für Anfänger: Lahmacun

Türkisch für Anfänger: Lahmacun

Lahmacun

Mein erster Versuch einer türkischen Pizzavariante ist überraschend gut gelungen. Die Idee kam mir beim Stöbern in verschiedenen Foodblogs, den Teig verdanke ich (mal wieder) dem wunderbaren Plötzblog, habe aber leichte Anpassungen vorgenommen, um etwas schneller einen backfertigen Teig zu bekommen (Hefemenge dezent erhöht, Gehtemperatur leicht erhöht, zusätzliche kurze Gare nach dem Kühlschrank eingebaut). Das Ergebnis überzeugt auf Anhieb. Die Mischung für den Belag ist eine Mischung aus verschiedenen Quellen (vor allem Wikipedia) und eigenen Ideen. Auch hier ein Volltreffer im ersten Anlauf. Ab sofort gehört Lahmacun zu den Standardrezepten, die durch weitere Versuche verfeinert werden wollen.

Bei Lahmacun handelt es sich nicht wirklich um eine Pizza, eher um ein Fladenbrot auf Basis eines Hefeteigs. Dieses wird mit einem Ragout aus Rinder- oder Lammhackfleisch, Zwiebeln und Tomatenpüree bestrichen. Als schneller Imbiss isst man Lahmacun direkt aus dem Steinbackofen, wobei nach dem Backen auch weiterer Belag – z. B. mit frischen Zwiebeln, Petersilie oder Tomaten – hinzugegeben werden kann. Bei Gelegenheit würde ich auch mal ein vegetarisches Lahmacun probieren – wobei … die Bezeichnung Lahmacun bedeutet wohl sinngemäß „Teig mit Fleisch“ … damit wäre das geklärt.

Für den Teig (ergibt 4 Teigfladen):

  • 360 g Weizenmehl Typ 550
  • 240 g Wasser
  • 20 g Olivenöl
  • 2 bis 3 g Frischhefe
  • 7 g Salz

Für den Belag (ausreichend für die 4 Fladen):

  • 200 g Rinder- oder Lammhack (möglichst fein)
  • 100 g feinstückige oder passierte Tomaten (aus der Dose)
  • 1/2 kleine rote Paprika, in sehr kleine Würfel geschnitten
  • 1 EL Paprikamark
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL Paprikapulver
  • 1/2 TL Kreuzkümmel gemahlen
  • 1 Zwiebel, fein gehackt
  • 1 große Knoblauchzehe, sehr fein gehackt oder gerieben
  • 50 ml Olivenöl
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • 1/2 Bund glatte Petersilie, fein gehackt
  • 1 EL Zitronensaft

Und extra bereit halten:

  • 1/2 Bund glatte Petersilie, Blättchen abgezupft und grob gehackt
  • 1 Zwiebel, in sehr feine Ringe geschnitten
  • Zitronensaft
  • Chiliflocken, mild, getrocknet
  • eventuell 1 Knoblauchzehe, in hauchdünne Scheiben geschnitten

Zubereitung für türkische Kochanfänger:

1 Alle Zutaten für den Teig mit einem Holzlöffel gut verrühren, ggf. mit den Händen leicht durchmischen, nicht intensiv kneten. 60 Minuten bei Zimmertemperatur abgedeckt ruhen lassen, dabei alle 20 Minuten mit einer Teigkarte in der Schüssel dehnen und falten. Wie das geht, steht im Rezept für Baguettes. Dann wandert der Teig gut abgedeckt für etwa 24 Stunden in den Kühlschrank bei 7 Grad. Dort harrt er durchaus auch einen Tag länger geduldig auf seinen Einsatz.

Lahmacun

2 Etwa 1 Stunde vor dem Backen alle Zutaten für den Belag gut verrühren. Teig auf dem Kühlschrank nehmen, auf eine gut bemehlte Fläche geben. Der Teig ist recht zäh und klebrig, lässt sich aber mit einer Teigkarte gut aus der Schüssel holen. Nur leicht rundum bemehlen und in vier Stücke teilen. Diese abgedeckt bei Raumtemperatur noch 15 bis 30 Minuten ruhen lassen. Den Backofen mit Pizzastein (wichtig) sehr gut auf das Maximum vorheizen. 250 Grad sind das Mindeste, 280 Grad wären noch besser. Das Aufheizen muss mind. 30 bis 40 Minuten dauern.

Lahmacun

3 Einen Teigfladen etwa 2 mm dünn oval ausrollen. Mit der Hackfleischmischung dünn und gleichmäßig bis an den Rand bestreichen. Mit dem Brotschieber auf den heißen Pizzastein gleiten lassen und je nach Temperatur etwa 7  bis 8 Minuten backen. Der Fladen ist fertig, wenn der Rand goldbraun ist und der Belag seinen feuchten Glanz verliert und leicht antrocknet. Lahmacun aus dem Ofen nehmen und heißt mit Zwiebelringen, Petersilie, Chili und eventuell Knoblauch belegen. Mit Zitronensaft beträufeln und sofort servieren.

Lahmacun

Lahmacun

Türkisch für Fortgeschrittene:

Einen Teigfladen backen, der sich nach dem Backen noch rollen lässt. Gerollt ist Lahmacun nämlich nicht nur ein Gaumen- sondern auch ein besonderer Augenschmaus. Daran arbeite ich noch.

Sushi Teil 2: Tiger Roll

Sushi Teil 2: Tiger Roll

Tiger Roll

Kalte Küche fernöstlich – nach dem die ersten Versuche zum hausgemachten Sushi sehr gut gelungen sind, war heute eine etwas kompliziertere Variante fällig. Die Zubereitung ist nicht wirklich kompliziert, im Grunde fertigt man nur eine etwas größere Maki-Rolle (Futo-Maki). Aber die dicken und meist ziemlich krummen Garnelen einzurollen erfordert schon etwas Fingerspitzengefühl und Übung. Die Tiger Roll wollte ich jedenfalls schon lange mal machen, sie kommt ganz ohne rohen Fisch aus. Ich habe zunächst Google bemüht und mich nach dem Studium verschiedener Rezepte und Speisekarten von Sushi Restaurants auf folgende Zutaten festgelegt: in japanischem Panko-Mehl gebackene Garnelen, Salat, Avocado, Gurke und Majonäse – ja, richtig gelesen: Majonäse. Die kleinen orangen Fischeier waren hier leider nicht zu bekommen, insofern fehlt eine Hauptzutat, was dem Geschmack aber nicht wirklich geschadet hat. Insgesamt kommt die Tiger Roll damit wohl recht nah an die gängigen Ausführungen beim Japaner heran. Zumindest geschmacklich ist sie ganz dicht an meiner bisherigen Referenz aus dem Bento Ya in München (Achtung: Geheimtipp!). Also – Bambusmatte bereit legen und auf geht’s!

Sushimatte

Zutaten (ergibt 2 große Futo-Maki-Rollen aus je einem ganzen Nori-Blatt):

  • 2 ganze Nori-Blätter (Sushi-Algen, geröstet und getrocknet)
  • 200 g Sushi-Reis
  • 25 ml Sushi-Reisessig
  • 1/2 TL Zucker
  • knapp 1/2 TL Salz
  • ca. 10 cm grüne Gurke
  • 1/2 kleine Avocado (reif, am besten der Sorte Hass)
  • etwas Zitronensaft
  • einige Salatblätter (junger Römersalat oder Eisberg)
  • Majonäse (z. B. Hellmans)
  • 6 mittelgroße Garnelen, roh, küchenfertig
  • japanisches Panko-Mehl
  • 1 Ei
  • etwas Mehl und 1 Tl Paprikapulver
  • Pflanzenöl zum Ausbacken der Garnelen
  • und natürlich Sojasauce, eingelegten Sushi-Ingwer (Gari) und Wasabi

Zubereitung:

1 Sushi-Reis im Sieb gut abspülen, in knapp 200 ml kaltem Wasser aufkochen und dabei öfters rühren. Dann auf kleinster Stufe mit geschlossenem Deckel 15 Minuten quellen lassen. Reis auf eine flache Platte geben. Zucker und Salz im Essig auflösen, Reis damit beträufeln (säuern) und glatt streichen. Komplett auskühlen lassen, dabei gelegentlich umrühren und wieder glatt streichen.

2 Gurke schälen, entkernen und längs in 1 cm breite Streifen schneiden. Avocado schälen, eine Hälfte längs ebenfalls in 1 cm breite Streifen schneiden und sofort mit etwas Zitrone beträufeln. Salatblätter waschen, ggf. starke Mittelrippen heraus schneiden. Gemüse und Nori-Blätter, Majonäse, Reis, Bambusmatte sowie eine Schüssel mit kaltem Wasser und einem EL Reisessig bereit stellen.

Tiger Roll

3 Garnelen abspülen, trockentupfen, falls erforderlich Panzer inkl. Schwanzflosse entfernen. Der Länge nach auf dünne Bambus- oder Holzstäbe stecken und dabei möglichst strecken und gerade ausrichten. Dies dient dazu, dass sich die Garnelen beim Backen nicht all zu stark einrollen und damit besser in die Rolle packen lassen. Sie bleiben zwar nicht ganz gerade, aber es hilft schon. Nun werden die Garnelen wie ein Schnitzel paniert: Mehl mit Paprikapulver vermischen, Ei mit 1/2 TL Salz verquirlen, Panko-Mehl in einer großen Schüssel bereitstellen. Garnelen zu mehlieren, dann durchs Ei ziehen und zuletzt gut mit Panko-Mehl panieren. In einer großen Pfanne mit reichlich Pflanzenöl von allen Seiten goldbraun ausbacken. Noch warm von den Stäben ziehen und sofort weiterverarbeiten.

Garnelen Garnelen

4  Jetzt wird gerollt: Ein Nori-Blatt mit der glänzenden Seite nach unten auf die Bambusmatte legen. Finger mit dem Essigwasser befeuchten und Reis gleichmäßig dünn auf dem Nori-Blatt verteilen. Dabei an einer Seite ca. 2,5 cm frei lassen, ansonsten bis an die Ränder gut andrücken (siehe Abbildung).  Die frei bleibende Seite liegt an der vom Körper entfernten Seite des Nori-Blattes. Etwa mittig im Reis Salatblätter auslegen, darauf Gurken- und Avocadostreifen. Dazwischen die möglichst noch leicht warmen Garnelen legen. Eine dünne Spur aus Majonäse quer darüber verteilen. Den frei gebliebenen Streifen des Nori-Blattes mit etwas Essigwasser befeuchten. Jetzt kann gewickelt werden: Bambusmatte an der dem Körper zugewandten Seite anheben und über die Füllung legen. Dabei mit den Fingerspitzen die Füllung in Position halten. Unter Zuhilfenahme der Matte langsam zum freien Rand hin aufrollen und dabei fest zusammendrücken. Ggf. Matte umdrehen und Maki-Rolle darin nochmals hin- und her rollen. Fertige Rolle zur Seite legen und die zweite Tiger Roll fertigen. Sofort mit einem sehr scharfen, großen Messer in ca. 2 cm breite Streifen schneiden. Dabei die Klinge immer wieder reinigen und mit Essigwasser befeuchten, damit saubere Schnitte entstehen.

Servieren mit Sojasauce, Wasabi und Gari.

Tiger Roll Tiger Roll Tiger Roll

Sieht das nicht köstlich aus?

 

Blumenkohl-Kartoffel-Curry

Blumenkohl-Kartoffel-Curry

Blumenkohlcurry

Mit dem nächsten Rezept bleiben wir vegetarisch: Dieses Gemüse-Ccurry war eine spontane Kreation unter Verwendung der verfügbaren Vorräte. Gemüse-Currys – gerade mit Blumenkohl und Kartoffeln – sind fester Bestandteil der indischen Küche. Im Prinzip ist ein Curry ja eine schnelle und einfache Angelegenheit. Zwiebel, Knoblauch und z. B. Ingwer werden zuerst sehr langsam angedünstet, auch die Gewürze werden zusammen mit dieser Mischung kurz angeschwitzt. Die eigentlichen Currybestandteile kommen dann mit – mal mehr, mal weniger – Flüssigkeit dazu, dies kann ein guter Fond und auch Kokosmilch sein. Mit milden Gewürzen und Kokosmilch wird dieses Gericht kinderfreundlich, bei Verwendung von Gemüsefond und Öl statt Ghee sogar vegan.

Wer Zeit und Muße hat, bereitet die Gewürzmischungen selbst zu oder verwendet die entsprechenden Einzelgewürze. Wenn es – wie heute – schnell gehen soll, dann können aber auch gute Fertigmischungen zum Einsatz kommen. Ich verwende dabei nahezu ausschließlich die hervorragenden Gewürze vom Alten Gewürzamt. Das milde Mumbai Curry und die Garam Masala Mischung passen ideal zu diesem Gericht.

Weil noch eine Süßkartoffel im Haus war, habe ich diese gleich mit verarbeitet – optisch ein netter Farbtupfer. Natürlich kann man das Curry genauso gut ausschließlich mit „normalen“ Kartoffeln zubereiten und auch andere Gemüsesorten sind möglich. Brokkoli, Kichererbsen und Bohnen würden gut passen. Hier aber erst mal das schnelle Standardrezept:

Zutaten für ca. 4 Portionen:

  • 350 g Kartoffeln, festkochend (oder 300 g Kartoffeln und 50 g Süßkartoffel)
  • 350 g Blumenkohl
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 cm ganz frischer Ingwer
  • 50 g Cashewkerne, natur und ungesalzen
  • 2 EL Pflanzenöl (oder 2 EL Ghee)
  • 500 ml Gemüsefond (oder Geflügelfond)
  • 125 ml dicke Kokosmilch
  • 1/2 TL Gelbwurz (Kurkuma), gemahlen
  • je 1/2 halber TL mildes Curry und Garam Masala
  • Mango Chutney (mild)

Curry Mumbai

So wird’s indisch:

1 Kartoffeln und Süßkartoffeln schälen und 1 cm große Würfel schneiden. Blumenkohl in kleine Röschen zerteilen und waschen. Zwiebel grob hacken. Geschälten Ingwer und Knoblauch auf einer sehr feinen Reibe (z. B. Glasreibe) zu einer Paste verarbeiten. Cashewkerne grob hacken.

2 Zwiebeln in Öl oder Ghee bei geringer Hitze mind. 5 Minuten anschwitzen ohne sie braun werden zu lassen. Knoblauch-Ingwer-Paste zugeben und weiter 5 Minuten dünsten. Hitzezufuhr erhöhen, gehackte Cashews zugeben und 2 Minuten anschwitzen bis sie gerade zu bräunen beginnen. Gelbwurz, Curry und Garam Masala zugeben und 30 Sekunden mit der Zwiebelmischung anbraten. Jetzt kommen die Kartoffeln dazu und werden weitere 1 bis 2 Minuten angeschwitzt. Mit Fond ablöschen und zugedeckt ca. 7 Minuten garen. Dann Blumenkohl und Kokosmilch zufügen und weitere 8 bis 10 Minuten leise köcheln lassen bis das Gemüse gar aber noch bissfest ist.

3 Eventuell mit wenig Salz und etwas Curry abschmecken. 1 bis 2 EL mildes Mango Chutney unterrühren und heiß servieren. Dazu schmeckt ein indisches Brot (Roti, Naan) oder auch das schnelle Pitabrot.

 

Karotten-Ingwer-Suppe

Karotten-Ingwer-Suppe

Karotten-Ingwer-Suppe

Vegetarisch ist ja ziemlich angesagt und eine schnelle Suppe geht im Winter immer. Diese hier ist (wenn man die Creme Fraiche als Dekor weglässt) erstens sogar vegan und zweitens dank Ingwer und frischer Orange nicht nur wärmend sondern auch gesund und fruchtig.  Das Ursprungsrezept stammt aus einer Küchenparty der Lukullust Kochschule Leipzig und wurde von uns leicht angepasst. Die Zubereitung geht schnell und einfach – ein schönes Gericht für die Woche also.

Zutaten für 4 Personen:

  • 450 g Karotten
  • 50 g Kartoffeln
  • 2 Zwiebeln
  • 3 El Olivenöl
  • 500 ml Gemüsebrühe (am besten frisch selbst gekocht)
  • 200 ml frisch gepresster Orangensaft
  • 50 g frischer Ingwer
  • (Creme Fraiche)
  • Dill
  • Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

1 Karotten, Kartoffeln und Zwiebeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Gemüse in Olivenöl andünsten und mit der Brühe ablöschen. Bei mittlerer Hitze in etwa 20 Minuten Köchen bis das Gemüse weich ist.

2 Suppe mit dem Stabmixer schön glatt pürieren, dabei den frisch gepressten Orangensaft einarbeiten. Erneut erwärmen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Schluss den sehr fein gehackten Ingwer unterrühren und die Suppe mit Creme Fraiche und etwas frischem Dill servieren.

Karotten-Ingwer-Suppe

 

Sonntagskuchen: Apfeltarte

Sonntagskuchen: Apfeltarte

Apfeltarte

Das Besondere an dieser schnellen Apfeltarte (oder: Apfelwähe) ist die Glasur aus Quittengelee. Ein Rezept für ein leckeres Quitten-Zitronen-Gelee findet ihr übrigens  hier im Blog. Da aber gerade keine Quittenzeit ist, tut es auch eine handelsübliche Aprikosenmarmelade oder ein Apfelgelee, falls kein Vorrat mehr zu Hand ist. Wobei gerade die leicht herbe Note der Quitten besonders gut zu den Äpfeln passt.

Äpfel

Zutaten:

  • 150 g Mehl
  • 100g Mandeln geschält und gemahlen
  • 1 Ei
  • 50 g Zucker
  • 1 Vanillezucker
  • 150 g Butter
  • 6 Äpfel / Saft einer Zitrone
  • 100g Quittengelee
  • 50 g Mandeln gehackt
  • Puderzucker
  • Butter und Mehl für die Form

 Zubereitung:

1 Aus Mehl, Mandeln, Zucker, Vanillezucker, Ei und der Butter zügig mit den Händen einen Mürbeteig herstellen und die Kugel in Frischhaltefolie für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank legen. In der Zwischenzeit die Äpfel schälen, in schmale Spalten schneiden und mit Zitronensaft marinieren. Das verhindert das Braunwerden der Äpfel.

Mürbeteig

2 Eine Tarteform buttern und mit Mehl ausstäuben, den Backofen auf 200 Grad Umluft vorheizen. Das Quittengelee erhitzen – dabei wird es wieder flüssig. Den Teig mit den Händen in die Form drücken und dabei auch einen schönen Rand formen. Die Äpfel ringförmig überlappend auf den Boden verteilen, mit Quittengelee bestreichen und die gehackten Mandeln gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen. Für ca. 25 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Noch lauwarm servieren und genießen, dazu passt sehr gut frisch geschlagene Sahne.

Apfeltarte Apfeltarte

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