Hier klicken für das Menü ...+

Dutch Puff – Ofenpfannkuchen

Gepostet am 27. November 2016 von in Aus aller Welt, Blog, Deutschland & Nachbarländer, Rezepte, Süßes | Keine Kommentare

Print Friendly

Dutch Puff

Nein, nein – keine Angst. Das ist die richtige Webseite. Vogels Küche ist nicht in die anrüchigen Bereiches des Webs abgeglitten und liefert auch keine Reiseberichte aus dem einschlägigen Milieu Amsterdams, wie der Titel vermuten lassen könnte. Daher der Zusatz im Titel. Ein bessere Übersetzung als Ofenpfannkuchen fiel mir für den Dutch Puff aus Michael Zees fantastischem Buch SymmetryBreakfast nicht ein. Aber egal wie man diese kleine Sünde auch nennt – mit frischen Früchten, Sirup und reichlich Puderzucker sind sie ein Schmaus zum Sonntagmorgen und erstaunlich schnell zubereitet. Der Teig ist eine Variante eines Pfannkuchenteigs, wie er auch in Pancakes oder in meinen Näpfle zum Einsatz kommt. Ja, eigentlich könnten Näpfle die nächsten Verwandten des Dutch Puff sein – auch wenn Oma Anna, von der das Näpfle-Rezept stammt, das natürlich nicht wusste. Im Buch von Michael Zee werden große Pfannkuchen in ofenfesten Pfannen gebacken. Da ich solche nicht hatte, bin ich einfach auf die bewährten Näpfle-Formen ausgewichen. Im Prinzip eignet sich jede ofenfeste kleine Pfanne, vor allem solche aus Gusseisen oder emaillierte. Aber auch kleine Kuchenformen, wie ich sie für die Näpfle verwende, ergeben schöne Mini-Dutch Puffs. Abgesehen vom Kochgeschirr habe ich mir einige weitere kleine Änderungen erlaubt: Zum ersten bleibt der Speck außen vor. Klar – man kennt vor allem die dicken amerikanischen Pancakes mit Ahornsirup und Bacon. Aber in dieser Kombination mochte ich das nicht. Außerdem habe ich ein wenig Backpulver zugegeben – nur eine Prise, aber m. E. werden die Dutch Puffs damit noch etwas fluffiger. Vanilleextrakt mag ich nicht so gern und verwende daher Vanillezucker mit echter Vanille (im Gegenzug reduziere ich die Menge an Puderzucker). Und zu guter Letzt habe ich den Ahornsirup durch Agavendicksaft ersetzt. Nach mehreren Versuchen ist dies nun derzeit das amtliche Lieblings-Frühstück in Süß.

Zutaten für 2 Pfännchen oder 6 kleine Formen:

  • 100 g Mehl, Typ 550
  • 1 TL Puderzucker
  • 1 TL Vanillezucker mit echter Vanille
  • 1/2 TL Salz
  • knapp 1/2 TL Backpulver
  • 150 ml Milch
  • 3 Eier (Größe M)
  • Butter für die Förmchen

Zum Servieren:

  • frische Beerenfrüchte: Heidelbeeren, Himbeeren, Rote Johannisbeeren sind perfekt
  • Agavendicksaft aus dem Bio-Sortiment (alternativ: Reissirup, Ahornsirup)
  • Puderzucker

Zubereitung:

1Ofen auf 220 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und einen Backrost auf mittlerer Schiene einschieben. In einer großen Schüssel Mehl, Salz, Backpulver und beide Zucker gut vermischen. Milch und Eier mit dem Schneebesen solange schlagen, bis sie schön schaumig sind. Am besten geht das mit dem entsprechenden Aufsatz in der KitchenAid. Mehlmischung zugeben und weiter rühren bis ein flüssiger, klümpchenfreier und schaumiger Teig entstanden ist. Diesen am besten in einen Krug oder einen Messbecher mit Ausgießer umfüllen, so lassen sich die Förmchen im Ofen später besser füllen.

2Während der Teig nun ein paar Minuten ruht, werden die Förmchen vorbereitet. In jedes Förmchen oder Pfännchen ein nussgroßes Stück Butter geben – nicht zu knapp. Förmchen für eine Minute in den heißen Ofen stellen – bis die Butter komplett geschmolzen ist – und dann wieder herausnehmen. Mit einem Backpinsel die Butter gut in jeder Form verteilen und dabei auch alle Seiten bis oben einstreichen. Auf dem Boden jeder Form sollte etwas flüssige Butter verbleiben, sonst nochmals kleine Flocken hineingeben. Nun wandern die Formen nochmals für ein bis zwei Minuten in den heißen Ofen. Gut beobachten – sobald die Butter zu bräunen beginnt, werden alle Formen gefüllt (gut, wenn sich der Rost auf einem Auszug leicht aus dem Ofen herausziehen lässt). Das Füllen geht schnell und kleckerfrei, wenn der Teig in einem Messbecher oder Krug ist. Sechs kleine Formen etwa bis zur Hälfte füllen, damit sollte der Teig aufgebraucht sein. Oder den Teig komplett auf zwei größere Pfännchen aufteilen, die aber auch keinesfalls randvoll sein dürfen.

Dutch Puff

3Etwa 10 bis 12 Minuten backen die Ofenpfannkuchen nun und gehen dabei sehr hoch auf. Dies muss keinesfalls gleichmäßig geschehen: Manche behalten ein Loch in der Mitte, andere gehen einseitig hoch, wieder andere wölben sich zu großen Kissen. Ganz egal wie, nach spätestens 12 Minuten sollten alle deutlich größer sein als die Form und goldgelb gebräunt. Jetzt die Formen aus dem Ofen holen und die Ofenpfannkuchen sofort servieren. Dekorative Pfännchen können samt Inhalt auf den Tisch (mit ofenfester Unterlage). Die Pfannkuchen aus den kleinen Formen lassen sich einfach herausheben und auf Tellern anrichten. Nachdem die Formen aus dem Ofen geholt wurden, fallen die Pfannkuchen rasch zusammen, vor allem in der Mitte. Das ist okay so – genau da kommen gleich die leckeren Früchte rein. Zum Servieren werden die Ofenpfannkuchen aber zunächst mit nicht zu knapp Sirup beträufelt. Dann Früchte in die Mitte setzen und ggf. daneben auf dem Teller verteilen. Zum Schluss alles großzügig mit Puderzucker bestäuben. Ja – das wird süß. Aber auch verdammt lecker! Noch warm servieren.

Dutch Puff Dutch Puff Dutch Puff

Zur intensiven Süße der Dutch Puffs passt ein starker Espresso oder auch ein kräftiger Café perfekt. Letzterer zum Beispiel aus einem Handaufguss mittels der tollen Chemex-Kanne (dazu ein anderes Mal mehr). Leipziger haben Glück und können sich für den Handaufguss den köstlichen Saquarema medium roast aus der Röstgut-Rösterei in Schleußig holen.

Chemex-Karaffe

 

Teile diesen Artikel auf Facebook, Google+ oder Twitter:

Facebooktwittergoogle_plusmail

Folge uns auf Facebook & Co. (Buttons in der Seitenleiste links)!

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.